Die Motivationen, warum Frauen nach
einer Phase der Berufsunterbrechung wieder in das Erwerbsleben
zurückkehren wollen, sind vielschichtig. Doch das berufliche Comeback ist
nicht immer einfach, und selbst der baldige Wiedereinstieg sofort nach der
Elternzeit garantiert keine reibungslose Rückkehr in den Beruf.
Aus diesen Gründen wurden in Niedersachsen Koordinierungsstellen zur
beruflichen und betrieblichen Frauen- und Familienförderung eingerichtet.
Sie haben zum Ziel, die berufliche Integration von Frauen nach einer Phase
der Berufsunterbrechung zu fördern und gleichzeitig in Kooperation mit
regionalen kleinen und mittleren Unternehmen Wege aufzuzeigen, wie frauen-
und familienfreundliche Arbeitsbedingungen in der betrieblichen Praxis umgesetzt werden können.
Die Koordinierungsstellen zählen zu den
wichtigsten arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitischen Projekten für
Frauen im Land Niedersachsen.
Die Koordinierungsstelle (KOS) in der Trägerschaft des Trägervereins Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft e.V.
mit Sitz in Wildeshausen ist eine von 20 Koordinierungsstellen
landesweit. Sie wird finanziert mit Mitteln des Europäischen Fonds für
regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Niedersachsen (75 Prozent) und
weiterhin finanziell getragen durch den Landkreis Oldenburg und die
Stadt Delmenhorst (25 Prozent). Das kommunalübergreifende Frauenprojekt
unter der Federführung der Gleichstellungsbeauftragten des
Landkreises Oldenburg sowie der Stadt Delmenhorst, bei dem auch der
Überbetriebliche Verbund eine zentrale Rolle spielt, versteht sich als
Bindeglied zwischen den Frauen vor Ort, der regionalen Wirtschaft sowie
den Akteuren des Arbeitsmarktes.